Straßenbahnfreunde München e.V.

Das war 2005

Unsere Aktivitäten und aktuelles von der Münchner Tram im Jahr 2005

 

Januar:

Begonnen haben wir das neue Jahr mit unserer alljährlichen Silvesterparty in der Trambahn.

Der Ausbau unserer Vereinsbibliothek wurde fortgesetzt. So kam es, daß genau zur selben Stunde, als der Trauerzug mit dem Sarg des ermordeten Modezaren Rudolf Moshammer sich durch die Maximilianstraße bewegte, am anderen Ende der Stadt ein gebrauchter Kühlschrank mit einem Klaufix-Anhänger, gezogen von einem Trabant zur Abtstraße fuhr.  

Bei der Straßenbahn mußte die Gleisharfe vor dem Betriebshof 2 vorübergehend der Baustelle für den Autotunnel Richard-Strauß-Straße weichen. So konnten die Gleise in der Werkstatthalle nur noch durch rückwärts rangieren erreicht werden.

Februar:

Das Mitarbeitertreffen der Fachzeitschrift Blickpunkt Straßenbahn fand diesmal in München statt Auf dem Programm stand eine Rundfahrt mit einem P-Zug und die Besichtigung des Betriebshofes 2 an der Einsteinstraße.

 

Am Museumszug 2412 und 3407 wurde durch die MVG eine Hauptuntersuchung durchgeführt.  Im Sommer war der M-Zug dann wieder als Stadtrundfahrt "München-Tram" unterwegs.

 

 

 

 

März:

Im März war unser Vereinsraum mit seiner Deckenbeleuchtung aus original M-Wagen Lampen dann endlich soweit fertiggestellt, daß wir ihn mit einer kleinen Feier einweihen konnten.

 

Bei der Straßenbahn gab es mal wieder Streit um Linie 25 nach Grünwald. Der Gemeinde Grünwald und dem Landkreis München erschien die Rechnung der MVG für den Betrieb der Außenstrecke zu hoch.

 

April:

Am 1. April stellten MVG-Chef Herbert König und Oberbürgermeister Christian Ude in einer Presseerklärung die Konzeption des künftigen MVG-Museums an der Ständlerstraße vor.

Leider ist hier eine ziemlich statische Ausstellung und kein lebendiges Depot, so wie es sich zum Beispiel seit 20 Jahren in Nürnberg bewährt hat, geplant.

 

Am April nahmen auch Vertreter beider Münchner Straßenbahnvereine wieder an der Tagung der Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr (AHN) teil, die 2005 in Bremen stattfand.

Neben einem umfangreichen Erfahrungsaustausch über Restaurierung und Einsatz historischer Straßenbahn-Fahrzeuge gab es auch zahlreiche Sonderfahrten. Am Sonntag stand eine historische Schiffahrt auf der Weser (nach alter Schreibweise, weil auf einem sehr alten Schiff) auf dem Programm.. Auf einem neuen Schiff währe es wohl eine Schifffahrt nach neuer Rechtschreibung  mit 3f gewesen.  Zum Abschluß folgte noch eine Fahrt mit einem Dampfzug auf der Delmenhorst - Harpstedter Museumsbahn.

Mai:

Auf unserer Studienfahrt nach Oberösterreich hatten wir Gelegenheit, die Straßenbahnbetriebe von Gmunden und Linz, sowie die elektrischen Lokalbahnen Gmunden - Vorchdorf,  Vorchdorf - Lambach und die  Linzer Lokalbahn zu besichtigen. 

Besondere Höhepunkte waren eine Rundfahrt auf dem Traunsee mit dem Dampschiff Gisela, dem Wagen GM100 (ehemals Pöstlingbergbahn) und eine Fahrt mit der Pöstlingbergbahn in Linz, welche wohl demnächst ihr originales Erscheinungsbild verliert und in das Linzer Straßenbahnnetz integriert wird.

Juni:

Im Juni fuhr ein Münchner R3-Wagen in Potsdam. Die MVG hoffte Potsdam und Nürnberg für eine gemeinsame Bestellung zu gewinnen, da Bombardier nur bereit gewesen wäre diesen Typ nochmals zu bauen, wenn eine Serie von mindestens 20 Stück zusammengekommen wäre. Die Serie kam nicht zustande und so entschied man sich im Juli, drei Fahrzeuge des Typs Variobahn bei Stadler Pankow zu bestellen. Mit diesen Neuwagen sollen dann die letzten noch im Liniendienst eingesetzten P/p-Wagen ersetzt werden.

 

Bei den Stadtteilfesten von Neuhausen und Berg am Laim/Trudering waren wir jeweils mit einem Verkaufsstand und einer historischen Fotoausstellung vertreten.

 

Ebenfalls im Juni wurde von der MVG die Blumen-Tram vorgestellt. Dieser speziell dekorierte P/p-Zug fuhr in den folgenden drei Monaten als Werbung für die Bundesgartenschau auf verschiedenen Straßenbahnlinien durch München.

 

Im Streit um die Linie 25 nach Grünwald haben sich die Gemeinde Grünwald und die MVG vorerst geeinigt, so daß die bereits angedrohte Stillegung ab Großhesseloher Brücke abgewendet ist.

Juli:

Auf Einladung der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn, waren wir am ersten Juli-Wochenende in Nürnberg.

 

Mit einem Informationsstand präsentierten wir uns dort bei der Jubiläumsfeier: 

20 Jahre historisches Straßenbahndepot St. Peter.

 

In Nürnberg heißt es aus gutem Grund nicht Straßenbahnmuseum, sondern:  "Historisches Straßenbahndepot".  Denn das Werk St. Peter ist ein komplettes historisches Straßenbahn-Depot in dem auch noch richtig rangiert wird.  

 

Es fand auch richtiger Linienverkehr mit mehreren Oldtimer-Garnituren statt. Dabei durften unsere Mitglieder Horst Miedreich und Klaus Breitner mit ihren historischen Münchner Uniformen als Gastschaffner tätig werden.

 

 

 

Am 9. Juli feierten wir unser jährliches Gartenfest.

 

 

 

Am 16. Juli luden wir interessierte Münchner Bürger anlässlich unseres Vereinsjubiläums zu Jubiläums-Rundfahrt durch München ein.

 

August:

 

Im August gab es umfangreiche Gleisbauarbeiten im Netz der Münchner Straßenbahn. So wurden zum Beispiel die Gleise und Weichen vor dem Hauptbahnhof erneuert. Umfangreiche Umleitungen waren die Folge. So wurden erstmals eigene Liniennummern für die Baustellenlinien vergeben.

 

 

September:

 

Im September endete der Einsatz der Blumen-Tram.

 

Für unseren historischen Schaffner Horst Miedreich organisierten wir eine Geburtstagssonderfahrt  zu seinem 70. Ehrentag.

Oktober:

 

Einige, seit längerer Zeit  abgestellte, M-Wagen wurden nach Craiova in Rumänien verkauft und Ende Oktober in der Hauptwerkstätte auf Eisenbahnwagen verladen.

 

Der historische M-Wagen 2412 fuhr zur langen Nacht der Münchner Museen.

 

Am 29. 10. machten wir eine Studienfahrt mit der historischen S-Bahn 420 001 nach Augsburg. Dort besichtigten wir den Bahnpark und machten anschließend eine Sonderfahrt mit einem historischen KSW (in München besser als "Heidelberger" bekannt).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

November:

Vom Bund Naturschutz kommt der Vorschlag, den Erdaushub für die Baustelle zum zweiten S-Bahn Tunnel nicht mit LKW sondern mit einer Cargo-Tram abzufahren.

Die Stillegung von Weiß Ferdls Linie 8 jährt sich zum 30. Mal.

Die Aktion Münchner Fahrgäste veranstaltet eine Jubiläumsfahrt: 70 Jahre Trambahn nach Moosach

 

Laut Presseberichten plant die MVG den Abriss der historischen Trambahnhäusl an der Linie 25, was den energischen Widerspruch von Stadträten und Oberbürgermeister bewirkt.

Dezember:

Die TZ ruft in einer Serie auf,  sich mit Fragen an den Oberbürgermeister zu wenden. Das haben wir dann auch gerne getan: "Herr Oberbürgermeister, warum werden nicht mehr Trambahn-Strecken gebaut?"

 

Dies betrifft zwar nicht München ist aber trotzdem verkehrshistorisch höchst interessant:

London verlor sein Wahrzeichen! Am 9. Dezember wurde die letzte Linie mit den typischen Routemaster-Doppeldeckern auf Gelenkbusse umgestellt.

 

Am 24. Dezember gab es wieder unsere traditionelle Fahrerbescherung. Dabei ließen wir den Trambahnfahrern die am Heiligen Abend Dienst haben eine kleine Aufmerksamkeit zukommen.

 

Am 28. Dezember gab es eine Sonderfahrt mit D-Wagen 490. Diese gemietete Fahrt zu einem 50. Geburtstag, stellt eine große Besonderheit dar, da in München die Oldtimer sonst nur alle 25 Jahre zur Jubiläumsparade auf die Straße kommen.

 

Und schließlich haben wir das Jahr so beendet, wie wir es begonnen haben:

Mit unserer Silvesterparty in zwei P7p-Zügen mit 140 gut gelaunten und zufriedenen Gästen.

aktualisiert am 07.01.2006

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